Bildhauersymposium 2025
Die Plastiken
Die Haut, in der ich bin - Jan Jaworski-Brach
Standort: Martinshöhe
49°21'44"N 7°29'06"E
Jan Jaworski-Brach
"Die Haut, in der ich bin"
Die Form, die ich vorstelle, ist leicht von der optischen Kohärenztomographie inspiriert, d.h. dem Hintergrund des Auges, wo Licht, das in die Pupille fällt, als Bild an
das Gehirn gesendet wird. Ich möchte eine Form schaffen, die wie ein Ausschnitt aus einem größeren Ganzen wirkt
und wie ein materialisiertes Fragment des Felsen zu sein scheint, der mich umgibt. Ich will von der unsichtbaren
und unzerstörbaren Barriere erzählen, die uns von unserer Umwelt trennt. Ich möchte auf die Einsamkeit aufmerksam machen: die Unfähigkeit, jemanden in seinen Geist zu lassen oder seine Gedanken in seiner ursprünglichen Form loszulassen. Ohne sie als gut oder schlecht zu bewerten,
ist Einsamkeit ein Zustand, der wie alles andere sowohl positive als auch negative Seiten hat. Es ist auf jeden Fall eine gute Idee, sich damit auseinanderzusetzen.
Mir ist es wichtig, dieses Thema im Stein zu bearbeiten und die Grenzen seiner Belastbarkeit zu auszuloten. Indem ich eine schlanke Skulptur schaffe, als würde sie im Wind schwingen. In ihrer Zartheit, die der Natur des Steins widerspricht, zeichnet sich die Skulptur aber durch Monumentalität aus. So gebe ich der Natur ein
Phänomen wieder, das mich interessiert hat – ihre ebenso widersprüchliche Unverletzlichkeit und Flüchtigkeit.
Material: Sandstein
Maße: 275x120c100cm
Die Seele des Menschen ist unverbrüchlich - Stefan Esterbauer
Standort: Relsberg
49°35'37"N 7°39'47"E
Stefan Esterbauer
"Die Seele des Menschen ist unzerbrechlich"
Die Skulptur wird von zwei markanten Linien definiert, welche sich durch das Innere des Steins ziehen. Die beiden korrespondierenden Schwünge definieren dessen Innenraum. Der entstehende Freiraum dazwischen lädt zur Interaktion ein - in dessen Mitte Platz zu nehmen. Die Skulptur ermöglicht das Überschreiten der Grenze zwischen dem Äußeren und dem Inneren. Eine Metapher für das Erkunden und Kennenlernen des eigenen Ichs.
Material: Sandstein
Maße: 175x175x175cm
New Dawn - Carlos Monge Sanches
Standort: Eselsbachtal Kaiserslautern
49°28'09"N 7°47'13"E
Carlos Monge Sanchez
"New Dawn"
New Dawn versucht, durch die bildhauerische Sprache eine taktile Visualität zwischen Materie und Leere zu bezeichnen, wo beide sich gegenseitig aufbauen, um einen Winkel in einem komplementären Gegensatz zu erzeugen. Zu diesem Zweck gießt der Stein seine Fossilien in die Zunge des Raums, um seine Beweglichkeit zu entwickeln und in der Lücke all seine Klarheit, seine Lichter und seine Schatten als Mittel der Möglichkeit des Seins zu finden. Man könnte ihn als einen Ort betrachten, an dem der Spaziergänger sich mit und in der ihn umgebenden Umwelt wiederfindet, halb Zuflucht, halb Weg. Eine Ecke, in der man sich zurückziehen kann, um sich die Beziehung zwischen Innen und Außen in ihren unendlichen Nuancen vorzustellen. Eine Osmose zwischen dem intimen Raum und dem unbestimmten natürlichen Raum, seinen Beziehungen und seiner Interdependenz. Ein dritter Raum, ein Kosmos des Zwischenraums, ein Geflecht, in dem unendliche, unantastbare Korrespondenzen entstehen.
Material: Sandstein
Maße: 180x230x80cm